Rainhard Fendrich

Wie Beim Ersten Mal

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Es ist schon zwanzig vor acht
und es quält mich noch ein Journalist
ob ich noch aufgeregt bin,
oder ob alles schon Routine ist.

Ich hab' jetzt leider kan Kopf,
an meiner Bühnenhose fehlt ein Knopf,
i such' wen der man annäh'n könnt',
weil mir zittern schon die Händ'.

Er läßt mich nicht aus den Aug'n,
ich glaub er sucht an mir Nervosität.
Ich hab zwar furchtbare Angst,
aber grad dir, mein Freund, dir zeig' ich's net.
Es fällt heut nimmer so schwer,
jedoch was vorgeht in mir
wenn ich die letzten Meter ganz allanich geh'
wirst du nie im Leb'n versteh'.

Es ist wie beim ersten Mal,
das größte Glück, die größte Qual,
da herob'n wird nur der überleb'n,
der bereit ist das Letzte zu geb'n.

Wie beim ersten Mal,
so viele Augen überall,
und das gleißende Licht
wie der Tag in dein' G'sicht.

Die Halle kocht,
ich horch' nur noch meim Herz zu,
wie's in meinen Ohren pocht.
I hab schon tausendmal g'spielt,
es is vorbei, des was vor mir liegt zählt,
Man g'wöhnt sich niemals so recht an das Flimmern,
man g'wöhnt sie nie so richtig an den kalten Schweiß,
doch was soll's, das ist der Preis.

Und es ist
wie beim ersten Mal,
das größte Glück, die größte Qual,
wie man waaß wird nur der überleb'n,
der bereit ist das Letzte zu geb'n.
Wie beim ersten Mal,
so viele Augen überall,
und das gleißende Licht
wie der Tag in dein' G'sicht.

Wie beim ersten Mal
und es vergeht wie im Flug,
doch soviel man auch gibt,
es ist niemals genug.

Wie beim ersten Mal
und es gibt nichts, das man mitnehmen ka',
wenn's vorbei is', bist wieder alla


Autor(es): Rainhard Fendrich

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